Kadetten unterliegen Erlangen trotz fulminanter Aufholjagd

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Schaffhauser N…

In einem packenden Finish zogen die Kadetten gegen Bundesligist Erlangen den Kürzeren. Die Schaffhauser zeigten beim 28:29 (12:16) jedoch viel Kampfgeist.

Ein packendes Duell lieferten sich die Kadetten mit dem HC Erlangen. Bild: Reinhard Standke

von Philipp Hagen

Es war eine packende Angelegenheit, die sich den Fans in der BBC-Arena bot. Das Testspiel zwischen den Kadetten und dem Bundesligisten HC Erlangen hielt, was man sich als Handballfan von einer solchen Affiche verspricht. Zwar bewegten sich die Schaffhauser auch in ihrem zweiten Spiel der Saisonvorbereitung noch nicht auf dem angestrebten Höchstlevel; was noch nicht zusammenpassen wollte, machte das Team jedoch mit viel Kampfgeist wieder wett.

Den Sieg vergaben die Kadetten in der ersten Halbzeit, als man die nötige Kaltblütigkeit im Abschluss teilweise komplett missen lies. Zu oft scheiterten die Orangen am slowenischen Torhüter Gorazd Skof, der teilweise so wirkte, als wäre er unbezwingbar. Auch von sieben Metern fanden Nik Tominec und Andrija Pendic in Skof ihren Meister. Zu reden gab ausserdem eine zumindest fragwürdige Rote Karte gegen Zoran Markovic, der in der 17. Spielminute erstmals den Platz betrat und in derselben das Spielfeld wieder verlassen musste. Der beste Goalgetter der letzten Partie fehlte im Anschluss im Spiel der Munotstädter genauso wie die Kreisläufer Christoffer Brännberger und Lucas Meister, was die Handlungsfähigkeit von Trainer Peter Kukucka einschränkte. So musste das Heimteam nach anfänglich ausgeglichenem Spielverlauf den Neunten der abgelaufenen Bundesligasaison langsam davonziehen lassen.

Kadetten drehen auf

Mit 12:16 gingen die Kadetten in den Pausentee. Mit der Einwechslung von Torhüter Simon Kindle und Rückraum Michal Szyba kam dann frischer Wind ins Spiel der Schaffhauser. Zwar wusste Erlangen nach Wiederanpfiff das Skore auf bis zu sechs Tore Unterschied zu erhöhen, dann aber liefen Kindle und Szyba zu Höchstform auf. Der Schweizer Nationaltorhüter wusste die Angriffsbemühungen der deutschen Gäste zu unterbinden, und Szyba konnte sich innert kürzester Zeit als dreifacher Torschütze auszeichnen. Neue Hoffnung weckten dann auch die renommierten Spieler im Team wie Luka Maros, Manuel Liniger und Gabor Csaszar. Längst mit der Stimmung einer NLA-Partie im Rücken, brachte ein Doppelpack Linigers die Heimmannschaft in einer schon verloren ­geglaubten Partie tatsächlich noch einmal auf ein Tor heran. Die Zeit unterband dann aber die Schaffhauser Bemühungen – und besiegelte die erneut nur knappe Niederlage gegen einen äusserst starken deutschen Gegner.

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