Luganos Break zum Ärger der Berner

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Schaffhauser N…

Zum Auftakt der NLA-Play-off-Halbfinals hat sich der siebtklassierte HC Lugano beim Qualifikationssieger SC Bern mit 4:2 durchgesetzt und damit den Heimvorteil erobert. Der EV Zug bezwang den HC Davos 3:2 nach Verlängerung.

Die Luganesi jubeln in Bern: Dario Bürgler (Mitte) hat das vorentscheidene Tor zum 3:2 erzielt. Bild: Key

Dem HC Lugano gelang der perfekte Start in die Halbfinals. Wie vor einem Jahr in der Finalserie gegen Bern gewann Lugano das erste Spiel, diesmal aber auswärts. Lugano siegte 4:2, obwohl es mehr als 36 Minuten lang in Rückstand lag. Der Schlittschuhclub Bern wird sich ob dieser Auftaktniederlage ärgern. Die Partie begann für die Berner nämlich perfekt mit dem 1:0 von Tristan Scherwey nach bloss 35 Sekunden – mit dem ersten Torschuss. Was folgte, lief weniger nach Plan. Bern dominierte klar. 16:3 lautete das Schussverhältnis des ersten Drittels. Aus der klaren Überlegenheit resultierte aber nichts mehr. Simon Bodenmann, Martin Plüss, Alain Berger, Simon Moser, Andrew Ebbett und Ryan Lasch vergaben die grössten Möglichkeiten im ersten Abschnitt. Die Verteidiger David Jobin (30.) und Ramon Untersander (31.) besassen die grössten Chancen zum 2:0 im zweiten Abschnitt.

Strafe für mangelnde Effizienz

Bern wurde in der zweiten Spielhälfte für die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor bestraft. Und am Ende siegte Lugano nicht einmal unverdient. Denn die Tessiner steigerten sich nach dem verhaltenen ersten Abschnitt. Luganos Chancen wurden zahlreicher und immer besser. Luca Fazzini und Alessandro Chiesa, zwei Eigengewächse Luganos, machten aus dem 0:1 ein 2:1. Ramon Untersander glich nur anderthalb Minuten später für Bern nochmals aus. Dario Bürgler gelang acht Minuten vor Schluss nach brillanter Vorarbeit von Linus Klasen und Patrik Zackrisson das siegbringende 3:2. 101 Sekunden vor Schluss besiegelte Eric Blum die Berner Niederlage mit einem Puckverlust an der offensiven blauen Linie gegen Maxim ­Lapierre, der uneigennützig dem ehemaligen Berner Ryan Gardner das 4:2 ins leere Tor ermöglichte.

Der SC Bern reagierte am Ende frustriert. Simon Moser kassierte für einen Bandencheck gegen Julien Vauclair eine Fünfminutenstrafe plus eine Spieldauerstrafe. Moser riskierte eine Sperre fürs zweite Halbfinalspiel vom Donnerstag. Ob das die Berner indessen schwächen würde, ist fraglich. Am Dienstag stand Moser ebenso wie Berns Topskorer Mark Arcobello bei allen vier Gegentoren auf dem Eis.

Packende Partie in Zug

Zug und Davos boten den Zuschauern eine packende Partie. Für den Siegtreffer zeichnete in der 77. Minute Jarkko Immonen im Powerplay verantwortlich. Der Finne traf zum ersten Mal in den laufenden Play-offs. Schon die ersten beiden Tore zur 2:0-Führung (14.) hatte der EVZ in Überzahl geschossen. Während die Zentralschweizer, die schon im Viertelfinal gegen Genève-Servette das erste Spiel 3:2 nach Verlängerung gewonnen hatten, den sechsten Sieg in Serie feierten, erlitten die Davoser die erste Niederlage nach sieben Erfolgen.

Play-out/NLB-Final: Fribourg und Lakers legen vor

Fribourg-Gottéron hat das erste Spiel im NLA-Play-out gegen Ambri-Piotta souverän 4:0 für sich entschieden. Matchwinner war Tristan Vauclair mit zwei Toren und einem Assist. Beim 2:5 am letzten Samstag zum Abschluss der Abstiegsrunde hatte Fribourgs Trainer Larry Huras in Ambri zehn Stammspieler geschont. Dies konnten nicht alle nachvollziehen. Fakt ist aber, dass Gottéron gestern im Gegensatz zu den Leventinern von der ersten Minute an bereit war. Julien Sprunger brachte die Gastgeber bereits nach 67 Sekunden in Führung, nachdem Ambris Adam Hall nach 14 Sekunden eine Strafe kassierte hatte. Es war Sprungers 31. Saisontreffer. In der Folge tat sich mit Tristan Vauclair ein Stürmer hervor, der bei Fribourg nicht mehr erwünscht war und bis Ende Februar für Red Ice Martigny spielte. Der 32-Jährige, nicht als begnadeter Torschütze bekannt, erzielte das 2:0 (4.) sowie das 3:0 (17.) und bereitete das 4:0 von Caryl Neuenschwander (22.) vor.

In der Finalserie der Nationalliga B haben die Rapperswil-Jona Lakers mit einem 5:2-Sieg in Langenthal auswärts schon vorgelegt. Bis zur 28. Minute hatten die St. Galler mit 3:0 eine klare Führung herausgeholt.

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