EHC Schaffhausen: Das nächste Wiedersehen

EHC Schaffhausen: Das nächste Wiedersehen

Publiziert am
Autor
Pascal Oesch

Im Play-off-Viertelfinal trifft der EHC Schaffhausen ab ­Samstag auf den SC Herisau.

Symbolbild: EHC Schaffhausen

Am Dienstag hatte der EHC Schaffhausen trainings- und spielfrei. Auf schnellstem Weg war der 2.-Ligist durch die Achtelfinalserie gegen St. Moritz marschiert. Vor allem im dritten Match überzeugte er, zeigte beim 6:2-Sieg die wohl beste Saisonleistung und erstickte allfällige Bedenken im Keim. Die mit zahlreichen jungen Akteuren alimentierte Mannschaft offenbarte die Routine alter Hasen.«Wir haben über 60 Minuten nie aufgegeben», lässt Trainer Gianni Dalla Vecchia die drei Play-off-Partien Revue passieren. Gefallen fand er vor allem an den Auftritten im Schlussabschnitt: «Im letzten Drittel konnten wir immer noch zulegen.» Unter anderem deswegen gelang es dem 2.-Ligisten, eine weitere Reise ins Engadin zu umgehen. Also keine lange Carfahrt mehr – und keine Heimkehr um drei Uhr morgens.

In der nächsten Runde wird nun ­alles anders. Im Viertelfinal begegnet der EHCS ab Samstag (20 Uhr, Sportzentrum Herisau) dem SC Herisau. Das heisst: Ein kurzer Ausflug bei den Auswärtsspielen und individuelle Anfahrten mit den Privatautos. Wie schon St. Moritz sind die Appenzeller ein Gegner, den Schaffhausen bestens kennt. Es ist sozusagen das nächste Wiedersehen. Im Vorjahr hatten sich die ­beiden Kontrahenten im Achtelfinal gegenübergestanden, in dem der SCH das bessere Ende für sich behielt. «Wir freuen uns darauf», sagt Gianni Dalla Vecchia und fügt an: «Es ist wie ein kleines Derby.» Sein Ensemble bekleidet in dieser Best-of-5-Serie die Rolle des Aussenseiters. Herisau schloss die andere Gruppe als souveräner Leader ab und verlor bisher nur ein einziges Mal – Ende Januar gegen Prättigau-Herrschaft. Und auch im Achtelfinale gegen Chiasso liess er nichts anbrennen: 3:0 lautete der Endstand.

Die Appenzeller sind ein Traditionsverein mit grosser Vergangenheit. Kürzlich feierten sie ihr 75-jähriges Bestehen. Aus dieser Zeit ragt vor allem der NLA-Aufstieg vom 22. März 1997 heraus, als 5000 Zuschauer in der übervollen Eishalle Zeugen eines historischen Moments wurden. Doch die erfolgreiche Promotion brachte Herisau in finanzielle Schwierigkeiten: Nach nur einem Jahr stieg der Club wieder ab. Und heute backt er kleinere Brötchen. In der 2. Liga verfügt der SCH über vier starke Blöcke, die alle in der Lage sind, eine Partie zu entscheiden. «Wir werden uns gut auf diese schwierige Serie vorbereiten«, erklärt EHCS-Trainer Gianni Dalla Vecchia. Alles fange bei 0:0 an, sagt er. Im Line-up gibt es keine grossen Mutationen: Gianni Ruch kehrt nach ausgeheilter Verletzung zurück und Severin Schenk fehlt berufsbedingt.

2. Liga. Play-off-Viertelfinal (Best-of-5): SC Herisau - EHC Schaffhausen (1. Spiel morgen Samstag, 20 Uhr, Sportzentrum Herisau; 2. Spiel am Dienstag, 28. Februar in der IWC-Arena, 20.00). Weitere Spieldaten: 2. März und eventuell 4. und 7. März.

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren