Salbeifussbad gegen schwere Füsse

Publiziert am
Autor
Maria Gerhard

Mit Ethnobotanikerin Maja dal Cero haben wir den Klostergarten Allerheiligen besucht.

Im zehnten Jahrhundert wurde Salbeitee von arabischen Ärzten benutzt, um ihre geistigen Fähigkeiten zu steigern. Bild: Zeno Geisseler

«Es ist so heiss», diesen Satz hört man derzeit oft. Tatsächlich ist die Hitze zuweilen sehr drückend. Deshalb geht es in der nächsten Ausgabe von «Gartengeschichten» um Kräuter und andere Pflanzen, die kühlend wirken. Zu diesem Zweck haben wir uns mit Maja dal Cero im Klostergarten Allerheiligen getroffen, wo sie uns durch die fabelhafte Welt der Heilpflanzen geführt hat. Sie ist Ethnobotanikerin, beschäftigt sich also mit der Verwendung von Pflanzen durch den Menschen, zum Beispiel eben in der Medizin.

Einfach Minze daruntermischen

Die Tipps, die sie uns gegeben hat, sind sehr hilfreich: «Salbei zum Beispiel wirkt schweissregulierend», sagt sie und streicht vorsichtig über die rauen Blätter der Pflanze. So kann man sie frisch pflücken und zu einem Tee aufbrühen. Wessen Füsse sich am Abend schwer und heiss anfühlen, sollte vielleicht ein Salbeifussbad machen. Dafür nimmt man 20 bis 30 Gramm frischen oder getrockneten Salbei und übergiesst ihn mit einem Liter kochendem Wasser. Nach 10 Minuten werden die Blätter abgeseiht. Den Sud zusammen mit einem Liter warmem Wasser in eine Fusswanne geben und darin die Füsse rund 15 bis 20 Minuten baden. Wem das bei den jetzigen Temperaturen zu warm ist, kann das Bad natürlich je nach Belieben etwas abkühlen lassen. Ganz nebenbei hilft Salbei übrigens auch gegen Schweissfüsse. «Wer mag, kann unter den Salbei auch noch Minzblätter mischen», erklärt dal Cero.

Erfrischend sind auch Kräuterwasser. Diese werden zum Abreiben von Gesicht und Armen auf ein Tuch gegeben beziehungsweise kann man auch Kompressen machen. Bei geschwollenen Augen empfiehlt dal Cero Rosenblätter. Wie genau sie Kräuterwasser herstellt und was eine Espressomaschine für den Herd damit zu tun hat, erfahren Sie im Film:

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