Rund, knackig und schneckenfrei

Publiziert am
Autor
Maria Gerhard

In dieser Woche haben wir Radieschen und Salatköpfe geerntet – ohne Frassspuren.

Einen ganzen Bund schönster Radieschen konnten wir diese Woche ernten. Bild: Zeno Geisseler

Geschäftig ging es die letzten Tage wieder auf unserer Dachterrasse zu: Wir haben genau siebzehn runde, knackige Radieschen geerntet und dazu noch sechs Salatköpfe. Dabei ist uns einmal mehr aufgefallen, wie praktisch doch eine Dachterrasse ist. Weder an den Radieschen selbst noch an den Blättern konnten wir Frassspuren oder Schneckenschleim entdecken. Wenn eine kleine Nacktschnecke überhaupt die Anstrengung unternimmt und die Hauswand hochkriecht – immerhin bis in den vierten Stock –, vergeht so viel Zeit, dass sie schon längst vertrocknet ist, bevor sie oben ankommt. Deshalb versucht sie es wahrscheinlich gar nicht erst. Aber wir werden sehen, das Gartenjahr hat ja gerade erst begonnen. Über die Salatköpfe haben sich jedenfalls die Kollegen gefreut. Einer unserer Redaktoren hat zum Beispiel beim Abendessen seinen Hamburger damit veredelt. Auch die Radieschen wurden wegen ihres Aromas gelobt. In drei bis vier Wochen kommt dann noch der Kohlrabi.

Gäste im Bienenhotel

Eine andere – dagegen sehr willkommene – Insektenart hat dafür den Weg auf unsere Terrasse gefunden: Wildbienen. Unser Bienenhotel, das wir erst vor zwei Wochen aufgestellt haben, ist schon bezogen worden. Vier der schmalen Tunnelzimmer sind bereits mit Lehm verklebt. Dahinter haben die Wildbienen ihre Eier abgelegt. Wir hätten nicht gedacht, dass das so schnell geht mit dem Einzug. Ein Bienenhotel ist doch eine tolle Einrichtung, mit wenig Aufwand und einfachsten Mitteln kann man Insekten eine Nist- und Überwinterungshilfe anbieten. Und eigentlich sind wir ihnen das auch schuldig: Denn durch das intensive Eingreifen des Menschen in die Natur wird ihr natür­liches Umfeld zerstört oder verändert.

Unser nächster Gast

Weil es für uns Neugärtner noch einiges zu lernen gibt, haben wir für nächste Woche Ga­briela Duss vom gleichnamigen Gartencenter in Schaffhausen zum Gespräch gebeten. Mit ihr pflanzen wir in unseren Hochbeeten neue Gemüsesorten an. Sie erklärt uns auch, warum man Tomaten leicht schief einpflanzen sollte und wie man bei heissen Temperaturen im Sommer richtig giesst.

 

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