Diese Bands kämpfen um eine Show am «Stars In Town»

Publiziert am
Autor
Janosch Tröhler

Das Online-Voting für das «Kammgarnstars» ist zu Ende. Zwei von fünf Bands stehen nun fest. Sie kämpfen um einen Auftritt am «Stars In Town». Wir haben die Bands unter die Lupe genommen.

Bild: zvg, Stars In Town

Das «Kammgarnstars» ist ein Wettkampf unter Bands. Sie streiten sich um einen begehrten Auftritt am «Stars In Town». Nun ist die erste Vorentscheidung über das Online-Voting gefallen. Zwei Bands haben sich den Einzug ins Finale bereits erarbeitet. Sie konnten in der Abstimmung am meisten Stimmen gewinnen:

Crystal Rose (1616 Stimmen)

Mit ihrem Punkrock will das Quartett Crystal Rose gegen den musikalischen Mainstream ankämpfen. Die Band aus Zürich konnte im Vorentscheid durch das Online-Voting ihre Fans am effektivsten mobilisieren. Inspiriert von den Pop-Punk-Grössen wie Green Day oder Blink-182, halten melodischen Punk-Rock am Leben. Normalerweise haben es junge Bands in diesem Genre schwer. Viel zu schnell klingen ihre Songs nach einer billigen, oft halbgaren Kopie ihrer Vorbilder. Doch Crystal Rock umschiffen diese Klippen mit Mut: So flechten sie in der Single 1000 Nightmares auch elektronische Elemente ein.

Wie es sich für eine veritable Pop-Punk-Truppe gehört, schlagen sie auch romantischere Töne an. Eine regelrechte Feuerzeug-Rockballade ist When the Stars Sleep With the Night – Mitsing-Refrain inklusive:

 

45 Bullet (1569 Stimmen)

Jung, wild und laut. 45 Bullet aus Steinach SG vereinen in ihrer Musik von Hard Rock bis zum Metal alles was in der härteren Gitarrenmusik Rang und Namen hat. Deutlich tritt das von Iron Maiden inspirierte Riff in Get Ready ins Rampenlicht, doch der treibende Groove und die Attitüde erinnert eher Motörhead.

Do It Alone hingegen frönt mehr dem Hard Rock der 70er und 80er. Die Schwere des Arrangement misst sich an Legenden wie Deep Purple. Das Rezept stimmt, die Saitenarbeit reisst mit, aber hier und da können 45 Bullet noch an der Performance feilen. Aber die fünfköpfige Band ist noch jung und hat definitiv Potential.

 

 

Damit stehen also zwei der fünf Finalisten fest. Die übrigen drei Plätze werden von der Fachjury vergeben. Nicht mit Sicherheit, aber vielleicht hat hier die Anzahl Stimmen dennoch einen Einfluss. Deshalb haben wir uns auch jene drei Bands genauer angeschaut, die ebenfalls viele Stimmen angeheimst haben.

 

The Rising Lights (1426 Stimmen)

Dass es The Rising Lights mit ihrem Pop-infizierten Rock richtig ernst meinen, hört man in der Single Love You Too Much. Die Produktion ist auf höchster Qualität. Der Song treibt, ist tanzbar und hat Ohrwurm-Potential. Und natürlich funktioniert auch das Mädchenschwarm-Image des Trios perfekt und passt zum Sound.

Die neuste Single California ist deutlich funkiger, die elektronischen Parts erhalten mehr Aufmerksamkeit. Strandmusik für sonnengetränkte Tage. Was The Rising Lights machen, machen sie mit Überzeugung und deshalb auch gut. Etwas mehr jugendliche Frechheit würde dem Sound aber nochmals den zusätzlichen Kick geben.

 

Disconnect (1028 Stimmen)

Die vierköpfige Band Disconnect ist die einzige Schaffhauser Band, die die Vorausscheidung überstanden hat. Und das, obwohl sie auf Facebook gerade mal 42 Fans zählen. Du Lügst ist der einzige Song, den man im Netz auf die Schnelle von den Jugendfreunden findet. Eine Melange aus Rock, Vocal Pop und Herzschmerz-Ballade.

Der Sound ist speziell, vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch der Druck, mit dem Disconnect dieses Lied vortragen, berührt.

 

Luusbros. (690 Stimmen)

Fünf junge Männer aus dem Zürcher Unterland haben sich zu Luusbros. vereint. Was sie machen, ist freche Mundart-Musik. Mal mit einer punkigen Herangehensweise wie in St. Galle eifach

Mit ihrer aufmüpfigen und rotzigen Art erinnern sie an die berühmt-berüchtigten Baby Jail (Tubel Trophy). «Valium isch für mich en Ufputsch-Droge», singen sie in Fuul si. Die Texte sind simpel gestrickt, mit einem Augenzwinkern vorgetragen und gerade deshalb unterhaltsam. Die Lacher haben sie mit ihrer Lyrik garantiert auf sicher.

 

So geht es mit den Finalisten weiter

Am 27. Mai treten die fünf Finalisten live in der Kammgarn gegeneinander an. Während jeweils 25 Minuten haben sie die Möglichkeit sich dem Publikum und der Jury zu präsentieren. Am Ende der fünf Showcases wählen Publikum und Jury gemeinsam die Gewinner-Band. Diese wird am 12. August 2017 am «Stars in Town» auftreten und damit den letzten Festivaltag des Schaffhauser Musikfestivals eröffnen.

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