Andere Länder, andere Osterbräuche

Publiziert am
Autor
Daniel Zinser

Der durchschnittliche Schweizer verbindet das Osterfest mit der Eiersuche und dem Verspeisen von viel Schokolade. In anderen Ländern gibt es aber ganz andere Bräuche.

Die Osterbräuche sind auf der ganzen Welt unterschiedlich. Bild: Pixabay

Der Hase ist nicht erwünscht

In grossen Teilen Europa ist der Hasen das Symbol für Ostern schlechthin. Er versteckt die Eier und bringt die Osternester für die Kinder. In Australien, wo der Hase aufgrund seiner hohen Population in der Wildbahn als Schädling angesehen wird, sieht das Ganze etwas anders aus. Daher bringt Down Under der Kaninchennasenbeutler, eine Mischung aus Maus und Hase, den lieben Kindern und allen Oster-Begeisterten die Eier.

Familienliebe mal etwas anders 

Das «Eierdätschen» gehört in der Schweiz zu jedem Osterbrunch. Dabei werden zwei hartgekochte Eier gegeneinander gehauen. Das Ei, welches kaputt geht, verliert. Den Bulgaren reicht diese Art von Wettkampf aber noch nicht aus. Im osteuropäischen Land ist es Brauch, dass sich Familienmitglieder zu Ostern gegenseitig mit Eiern bewerfen. Egal ob weich oder hart.

In die Länge ziehen

Aufgepasst, es wird noch absurder. Genauer gesagt springen wir auf der Weltkarte von den eierwerfenden Bulgaren zu den Philippinen. Hier spielen die Eier nicht wirklich eine grosse Rolle. An den Ostertagen werden die 100 Millionen Einwohner der Inselgruppe zu Chiropraktikern. Sie packen ihre Kinder am Kopf und heben sie dann hoch. Dabei sollten die Kinder an Körpergrösse gewinnen. 

Ruhe in Frieden, Hering

Mit den Ostern geht auch die 40-tägige Fastenzeit zu Ende. Zum Ende eben dieser  40 Tage beerdigt man in Irland Heringe. Genau, Sie haben richtig gelesen. Der Fisch, während der Fastenzeit das Hauptnahrungsmittel, wird an Ostern begraben. Vielleicht können die Iren nach so langer Zeit den Hering einfach nicht mehr sehen oder besser gesagt nicht mehr riechen. 

Süsses oder Saures

In Schweden feiert man Ostern wie ein friedliches Halloween. Die Verkleidungen und grusligen Masken bleiben dabei im Schrank verstaut. Die Kinder verkleiden sich mit langen Röcken, Schürzen und Kopftüchern als Osterweiber und ziehen von Haus zu Haus. Dabei sammeln sie wie an Halloween Süssigkeiten, verteilen im Gegenzug aber selbstgemalte Osterkarten. Ein friedliches Geben und Nehmen also.

Mit Wasser oder Parfüm begossen

In Ungarn sind die Frauen die Leidtragenden eines ganz besonderen Osterbrauchs. Noch vor 50 Jahren wurden die Frauen, in schöne Kleideer gehüllt, von den Männern mit Kübeln von Wasser überschüttet. Der Sinn dahinter: Die Frauen sollen wie Blumen nicht verwelken, sondern weiter schön blühen. Der Brauch ist auch als eine symbolische Reinigung zu sehen. Über die Jahre ist man vom Wasser zum Parfüm gewechselt. Während in den ländlichen Regionen auch heute noch vor allem Wasser benutzt wird, werden die Frauen in den Städten unterdessen mit Parfüm eingenebelt. 

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit nordagenda.ch

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