16.11.2009

«Die meisten Hunde sind arbeitslos»

Der Hund ist ein soziales Wesen und muss entsprechend sozialisiert werden. Am Samstag erhielt man auf dem Zeughausareal darüber Aufschluss.

VON alfred wüger

schaffhausen «Eigentlich ist diese Informationsveranstaltung für Hundegegner oder Hundeskeptiker», sagte Helga Affolter, «und jetzt sind lauter Hundefreunde da.» Die waren allerdings zahlreich gekommen, aber Hundebesitzer waren dann doch nicht alle. Patrick Stemmler zum Beispiel und Ehefrau Olga Shokodko-Stemmler sind wegen der Mutter da. «Wir mögen Hunde», sagen sie, «aber für einen eigenen fehlt uns die Zeit.» Zeit ist unabdingbar, denn die Zeiten, wo man einen Hund posten konnte und den an der langen oder an gar keiner Leine machen liess, was er wollte, sind vorbei. Der Flyer «Hundehalterbrevet» sagt, was Hund und Halter können müssen. Das Wichtigste: «Nur wer seinen Hund auch von einem plötzlich auftauchenden Menschen oder einem frei laufenden Tier abrufen kann, besteht die Prüfung.» Heike Weber hat einen Rottweiler und Erika Schmuki einen Staffordshire Bullterrier. «Er musste einen sehr strengen Wesenstest bestehen.» Denn diese Rasse ist im Kanton Zürich, wo die Halterin wohnt, verboten. Boris Vögtle hat einen «Staffie», weil er so klein sei, dass er mit dem Schwanz nichts vom Tisch herunterwedeln könne, und weil er gut erziehbar sei. Auch Ralph Bernhard hat einen und will die Hundeführerprüfung machen. Ursula Hatt: «Wer sich einen Hund anschafft, muss sich vorher gut überlegen, welche Beschäftigung das Tier dann hat. Die meisten Hunde sind arbeitslos.» Dass sie arbeiten und viel lernen wollen, zeigten die Angehörigen verschiedener Rassen bei der Hunde-Quadrille. Kantonstierarzt Urs P. Brunner: «Der Hund ist ein Egoist, er braucht eine starke Hand.» Dann kam Yvonne Meier mit einer Schar Kinder, um den richtigen Umgang zu lernen. Silas hat einen grossen Hund daheim, Romina zwei, und Noel möchte einen, aber eher einen kleinen …

 

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