12.04.2007
Ich war einmal ein Megaposter
Ich war einmal ein Megaposter
113 Taschen entstanden aus dem Megaposter, das während der Renovationsarbeiten im letzten Herbst die Fassade der Vordergasse 58 einkleidete.
Schaffhausen 100 Kilogramm wog es, das Megaposter aus Netzvinyl. 19 Meter auf 12 Meter mass sie, die Verkleidung der Vordergasse 58 während der Renovationsarbeiten im letzten Herbst. Entstanden sind nun daraus 113 Einkaufstaschen. Doch der Reihe nach.
Die Renovationsarbeiten an der Fassade dauerten eine lange Zeit, erklärt Ramona Pfäffli vom Verlag der «Schaffhauser Nachrichten», die für das Projekt «Megaposter» verantwortlich war. Man wollte deshalb das «schäbige» Gerüst einkleiden. Die Idee des Megaposters war entstanden. Acht Inserenten warben auf dem riesigen Plakat. Zudem auch der Verband der Schweizer Presse. Schliesslich heisst ihr Slogan «Das kann nur ein Inserat» - nicht unpassend für das riesige, Aufmerksamkeit heischende Megaposter. Nach der Fassadenrenovation Ende Oktober wurde es heruntergenommen. Und die Inserenten konnten nun wählen: Entweder wurde ihr Inserat herausgeschnitten und mit Ösen zum Aufhängen versehen. Oder sie konnten sich aus ihrem Inserat Taschen schneidern lassen.
Genäht von Behinderten
Genäht wurden die Taschen von Mitarbeitern der Stiftung Pegasus in Aarau. Pegasus bietet an den drei Standorten Aarau, Wohlen und Baden geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit einer psychischen Behinderung an. 94 Menschen werden zurzeit beschäftigt - und gezielt gefördert. Denn das Ziel ist, dass die Mitarbeiter später wieder eine Beschäftigung auf dem offenen Arbeitsmarkt finden.
Vor dem Nähen galt es, das Plakat zu reinigen. Die Mitarbeiter von Pegasus schnitten zunächst das Poster in die notwendigen Einzelteile, aus denen später die Taschen entstanden. Denn für die Reinigung, die in einer normalen Textilreinigung vorgenommen wurde, war das Plakat definitiv zu gross, erklärt Bettina Grossmann. Die Schaffhauserin leitet die Näherei der Pegasus-Stiftung in Aarau. Und sie war somit auch für die Herstellung der Taschen verantwortlich. Mit sechs Mitarbeitern machte sie Neu aus Alt: Für die Produktion benötigten sie rund acht Wochen. An sich eine lange Zeit. Doch bei Pegasus wird der speziellen Umstände wegen ohne Zeitdruck gearbeitet - das war auch so abgemacht. Entstanden sind 113 Taschen für die Inserenten des Megaplakats und für Kunden. Für den öffentlichen Verkauf bleiben leider keine Exemplare übrig, erklärt Ramona Pfäffli. So gross war das Megaposter dann doch nicht. (dk)
Vor dem Nähen galt es, das Plakat zu reinigen. Die Mitarbeiter von Pegasus schnitten zunächst das Poster in die notwendigen Einzelteile, aus denen später die Taschen entstanden. Denn für die Reinigung, die in einer normalen Textilreinigung vorgenommen wurde, war das Plakat definitiv zu gross, erklärt Bettina Grossmann. Die Schaffhauserin leitet die Näherei der Pegasus-Stiftung in Aarau. Und sie war somit auch für die Herstellung der Taschen verantwortlich. Mit sechs Mitarbeitern machte sie Neu aus Alt: Für die Produktion benötigten sie rund acht Wochen. An sich eine lange Zeit. Doch bei Pegasus wird der speziellen Umstände wegen ohne Zeitdruck gearbeitet - das war auch so abgemacht. Entstanden sind 113 Taschen für die Inserenten des Megaplakats und für Kunden. Für den öffentlichen Verkauf bleiben leider keine Exemplare übrig, erklärt Ramona Pfäffli. So gross war das Megaposter dann doch nicht. (dk)
Aus Alt mach Neu: Taschen aus dem Megaposter von der Vordergasse 58. Bild ZVG

